Meine Depression
Ich kann mich auf seine Anwesenheit verlassen. Seine Treue ist wie die eines alten Sandkastenfreundes.

Manchmal fühle ich mich alt. So alt, als wäre mein Leben schon vorbei. Als hätte ich alles erlebt, empfunden, als gäbe es nichts mehr, um weiteratmen zu wollen. Diese Leere ist ein dunkler schwerer Nebel, der in meinem Kopf schwirrt. Er ist mein ständiger Begleiter. Er ist immer da. Geht nie weg. Ich kann mich auf seine Anwesenheit verlassen. Seine Treue ist wie die eines alten Sandkastenfreundes. Diese Leere betäubt mich häufig. Ich werde für Reize aus der Außenwelt unempfänglich. Ich wandere durch die Stadt, fühle mich wie ein Geist, den niemand sehen kann. Selbst, wenn ich angesprochen werde, wenn ich offensichtlich wahrgenommen werde, fühlt es sich für mich so an, als würde ich nur beobachten. Als wäre ich nicht in mir selbst, sondern irgendwo ganz weit weg, sehe ich mich durch ein altes Fernglas. Und dann kommt die Flut. Die Verzweiflung, die Einsamkeit, das Ankämpfen gegen die Stumpfsinnigkeit. Doch nie ist jemand da, der mir das abnehmen könnte. Ich neige zur Unvernunft, aber durch meinen Kontrollzwang schaffe ich es selten, mich gehen zu lassen. Ich wünschte, ich könnte es öfter tun. Ich wünschte, ich könnte darauf scheißen, was sich gehört und was nicht. Ob es mir gut tut oder nicht. Die Gegenwart zählt, das danach kommt an zweiter Stelle. Jeder Mensch kann zu jeder Zeit sterben. In jedem Augenblick. Was gibt mir die Vernunft? Sie gibt mir Einsamkeit, das Gefühl tot zu sein, nicht gelebt zu haben, womöglich schon zu alt zu sein, um bestimmte Abschnitte jemals noch zu erleben. Wo ist die Gelegenheit? Oder gibt es keine Gelegenheiten und ich muss sie mir selber erschaffen? Erbauen aus einem alten rissigen Teig Knetmasse, dessen Brüchigkeit mir nahe geht. Diese Vergänglichkeit. Diese gottscheißverdammte Vergänglichkeit. Sie nimmt mir die Luft zum Atmen. Sie nimmt mir die Luft zu leben, sie lässt mir nur den Sauerstoff, um zu sein. Und zu träumen. Ich träume mein Leben, so wie es eigentlich sein sollte. Ich träume und lebe meine Wünsche und Bedürfnisse aus. Ich lasse Gelegenheiten nicht verstreichen, ich kümmere mich nicht um die Meinung anderer Menschen und ich habe keine Angst mehr. Keine Angst mehr einen Schritt zu machen, keine Fremdheit im eigenen Körper, kein Zögern, kein Verharren.
Es erstaunt und erschreckt mich

. Aber es gibt niemanden. Niemanden, der die Kleider abwirft und sich zu mir legt, zu einer Kranken. Es gibt niemanden. Es gibt niemanden, den ich will. Es gibt niemanden, den ich ertragen könnte. Wie soll ich jemals jemanden ertragen, wenn ich mir selbst schon zu viel bin. Ich kann nicht aus meiner Haut. Ich kann mich nicht selbst aus dem Zimmer werfen, damit ich mich um jemanden so kümmern kann, wie er es sich erträumt. In meinen Träumen habe ich einen keuinen  der an mich glaubt, aber seinen eigenen Kopf hat.

ich habe eine Gefühlskältehabe  keinen Kontakt ich behielt alles für mich. Ich muss ja leidende Menschen nicht auch noch mit meinen Poblemen belasten...Ich spüre, dass meine Kraft zu Ende geht. Das ich nicht mehr kann und nicht mehr will. Was mich hält sind die meine talker leute

 

 wildfremden Leuten zusammenleben kann. Ich glaube mein Poblem ist, dass ich nicht weiß wer ich bin, was ich will und wie ich mein Leben gestalten soll. Will ich Kinder/Karriere. Will ich ein Leben ohne Geldsorgen/mit meinem schreib  Freund weitermachen. Will ich Abstand von allen/suche ich nähe? Diese Zerissenheit die ich auf meine Erziehung schiebe macht mich mürbe. Ich folge einem Ablaufpan, lebe nicht. Ich fühle mich zu jung um alles so zu lassen wie es ist. Ich muss was ändern. Ich weiß nicht was.
Mensch, sowas ist echt blöd. Nach außen hin, muß man die heile Welt spielen und in der Familie läuft alles schief.
Ich bin selbst in so einem Dorf aufgewachsen und kenn es, wenn jeder jeden kennt und man keine richtige Anonymität und Privatsphäre hat. Da muß man aufpassen,habe ich mal gelesen passt zu mir voll

das












dass man nichts "falsches" tut um nicht das Gesprächstthema Nr 1 zu werden.
Deine Familie zerbrach, warst du die einzige die noch nen kühlen Kopf bewaren konnte.
Alle haben Probleme und Schicksalsschläge und sich damit überfordert und sie werden bei dir aufgeladen.
Das ist einfach zu viel.
Du bist nicht die starke, du kannst diese Rolle nicht mehr spielen.

Damals bei der Scheidung war diese Rolle für dich die Möglichkeit das Geschehene zu verarbeiten und deine Familie hat dich da weiter rein gedrängt.
Du stützt sie, obwohl du es eigentlich gar nicht mehr kannst.
Ich habe eine Freundin (die allerbeste zu Schulzeiten) die eine sehr änliche Geschichte durch gemacht hat (böser Ehekrieg, Vater mit Schlaganfall und danach nicht mehr ganz da, Bruder auf die schiefe Bahn usw) Bei ihr habe ich die Geschichte von Anfang an beobachten können.
Alle waren mit der Situation überfordert und sie hat, wie du alles in die Hand genommen.
Jetzt wohnt sie in einer anderen Stadt und nach und nach brechen Erinnerungen durch, die sie sogar verdrängt hatte.
Sie kümmert sich weiterhin um die Familie und bleibt die harte, sie kann nicht anders und hat Probleme sich ein eigenes Leben auf zu bauen.
Du versuchst das grade auch und fällst wieder in die Rolle zurück.
Du opferst dich wieder auf, kümmerst dich nicht um dein Wohl, sondern nur um das deines Freundes.
Du wirst ausgenutzt (wahrscheinlich merkt er das nicht).
Hast DU selbst auch etwas davon, dass du so viel Energie in den beruflichen Erfolg deines Freundes gesteckt hast?

Ja, du weißt nicht was du willst, aber es ist toll, dass du da mal drüber nachdenkst.
Es ist dein Leben und du hast schon so viel davon für andere geopfert.
Natürlich ist es schön anderen zu helfen. Würde ich das nicht mögen würde ich nicht für den Kummerkasten arbeiten, aber man muß seinen eigenen Weg gehen und selbst glücklich sein. Man muß sich was aufbauen.
Überleg ruhig weiter, was du willst. das kannst du nicht an einem Tag entscheiden, aber du mußt anfangen egoistischer zu werden.
Die anderen labern dich mit ihren Problemen zu, na und? Dann erzähl ruhig von deinen - ihr seid da doch gleichberechtigt.
Laß dir nicht verbieten alte Freunde zu sehen. Du bist erwachsen, du kannst tun, was immer du willst.
Du hast für nicht in der Welt Verantwortung! Nur für dich selbst und dein Leben.
Du bist nicht für deine Familie verantwortlich. Sie sind erwachsen und müssen entlich lernen mit sich selbst klar zu kommen. Du bist auch nicht für deinen Freund verantwortlich. Er hat dir viel zu verdanken - also steht er in deiner Schuld.
Ohne Geldsorgen zu leben ist schon was feines, aber Freiheit ist das aller wichtigste.
Zwar solltest du nicht von einen tag auf den anderen sagen: Tschüß, ich bin dann weg - aber vielleicht kannst du dich langsam abkapseln.
Wenn irgendwer was von dir fordert, wozu er kein Recht hat, dann sag NEIN!
Was willst du jetzt? Du mußt nicht deine ganze Zukunft planen, versuch erstmal für den heutigen Tag glücklich zu sein und nur das zu tun, was du magst, gönn dir etwas, sei egoistisch.
Klar, du bist zu jung um nur für andere zu leben, man sollte niemals nur für andere Leben.
Fang also klein an, ändere erstmal dich selbst bevor du alles umkrempelst.
Nur wenn das mit der akuellen Situation nicht möglich ist, solltest du ausbrechen.
Freiheit und Selbstständigkeit sind ganz wichtig für uns Menschen und Egoismus bedeutet ja nicht, dass man rücksichtslos wird.
Es kommt nur auf die richtige Mischung an. laß dich nicht mehr ausnutzen, deine Probleme sind nicht unwichtiger als die der anderen. Nur Leute, die sich auch deine Sorgen anhören und auch mal den starken helfenen Part übernehmen sind wahre Freunde und dass wirst du nur erleben, wenn du von deiner Härte losläßt und alles laufen läßt.
So wirst du dich auch selbst befreien können.
Ich wünsch dir alles Liebe und Gute und viel Erfolg!
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