ist in arbeit

und die Fortschritte die er gemacht hat sind enorm.

können die Teilnehmer
Zweiwortkombinationen wie „Herd heiß“ oder „heißer
Herd“ bilden.
Für all die neuen Wörter, die es lernt, muss es die einzelnen Laute neu erwerben, die es zuvor ja willkürlich aneinandergereiht hat, während es sie jetzt gezielt an bestimmten Positionen im Wort artikulieren muss. Zuerst erwirbt es neben den Vokalen die Lippenlaute, nämlich m, n, p, b.
Wenn das Kind sich sprachlich äußert, benutzt es so genannte Ein-Wort-Äußerungen. Ein einziges Wort kann für einen ganzen Satz stehen, den es natürlich noch nicht bilden kann. So kann "Tür" je nach Kontext, Stimmklang und Satzmelodie bedeuten: "Das ist eine Tür.", "Mama, mach bitte die Tür auf!" oder "Ist Papa durch die Tür weggegangen?" usw.
    

 
    

Das Kind nutzt hierbei fast nur Substantive, wenige Verben als ganzes Wort ("Haben!") und ungeformt, ansonsten "das" als Zeigepronomen und evtl. "meins". Es kommen in der Regel keine Adjektive, Artikel, Konjunktionen und Präpositionen unter diesen ersten 10 Wörtern des Kindes vor.

    Wenn man verstanden hat, was das Kind mit seiner Ein-Wort-Äußerung sagen will, kann man es in einen korrekten kleinen Satz verpackt wiederholen. Das Kind lernt so, immer mehr Wörter zu kombinieren
    ("Ball!" - "Du willst den Ball? Warte, ich hole ihn dir.... Hier hast du den Ball."); außerdem merkt es, dass ihm zugehört wird und seine Kommunikationsversuche Erfolg haben. Das ist sehr wichtig für die weitere Sprechfreude.
    Wenn das Kind bis zum 18.Lebensmonat seine Lautäußerungen nicht weiterentwickelt und nicht mindestens 2 sinntragende Wörter verwendet (dazu zählt auch, wenn das Kind z.B. seine Schlafdecke immer als "bubu" bezeichnet) oder es einfache Aufforderungen wie "Hol den Teddy vom Tisch!" nicht versteht bzw. Gegenstände auf Anfrage nicht zeigen kann ("Wo ist das Auto?"), verzögert sich möglicherweise die Sprachentwicklung des Kindes. Um sicher zu sein und Hinweise zur Förderung zu erhalten, sollte man sich in einem solchen Fall

 



 
    

    Jetzt kann man verstärkt Adjektive benutzen, um die Eigenschaften von Gegenständen zu beschreiben. Das Kind wird sie schnell in seinen Wortschatz aufnehmen, wenn sie direkt aus seinem unmittelbaren Lebensumkreis stammen (heiße Milch, liebes Mädchen, schöne Puppe...).
    Gebraucht das Kind am Ende des 2.Lebensjahres nur wenige, unverständliche Lautgebilde, statt mindestens 10 Wörter zu sprechen, liegt der Verdacht nahe, dass das Kind an einer Sprachentwicklungsverzögerung oder -Störung leidet. Evtl. ist aber auch lediglich der Wortschatz eingeschränkt, und die anderen Bereiche der Sprachentwicklung (Grammatik, Artikulation, Sprachverständnis) werden sich annähernd normal entwickeln 
Das Sprachverständnis des Kindes ist soweit entwickelt, dass es das meiste auf seinem Niveau Gesprochene verstehen kann, u.a. auch Präpositionen.
Die Rachenlaute k, g, ch, r sind die letzten einzelnen Laute, die das Kind erwerben muss. Es spricht nun relativ deutlich. Schwierigkeiten hat es besonders noch mit Anlautverbindungen wie kr oder tr.
Der Erwerb der Fragepronomen wie "was" oder "wo

Mit dem Erwerb der Fragewörter kommt das Kind in das zweite Fragealter. Durch ständiges Fragen über seine Umgebung, seine Erlebnisse und die Gründe für Handlungen erweitert das Kind sein Wissen enorm, womit natürlich auch ein Anwachsen des Wortschatzes verbunden ist.
Sein Sprachverständnis  ist jetzt nicht mehr wesentlich eingeschränkt, es hat höchstens noch Schwierigkeiten mit feineren Abstufungen wie "klein", "kleiner" und mit komplexen Sätzen.
Seine Aussprache auch von Anlautverbindungen wird zunehmend besser und das Kind ist nun auch für Fremde gut verständlich. Schwierig bleiben Verbindungen aus 3 Konsonanten wie "Pfl" in Pflaume. Auch die Zischlaute (s, sch, ch) werden oft noch falsch gebildet, was aber als normal zu bezeichnen ist.
Das Kind kann jetzt erste komplette Sätze nach dem Muster Subjekt-Prädikat-Objekt bilden und konjugiert auch die meisten Verben und dekliniert Adjektive korrekt. Natürlich sind aber Fehler in diesem Alter noch ganz normal.
Möglicherweise fällt Eltern auf, dass das Kind früher schon einmal korrekt z.B. "gegangen" gesagt hat, während es jetzt plötzlich wieder "gegeht" sagt. Dies ist kein Rückschritt, sondern im Gegenteil ein Fortschritt, denn es zeigt, dass das Kind die Regeln der Sprache abgeleitet hat und beginnt, sie konsequent zu verwenden.
Die Ausnahmen der Regeln muss es hingegen erst noch lernen. Zuvor hatte es also das Wort "gegangen" als Ganzes erworben, während es jetzt das Partizip aus dem Wort "gehen" eigenständig bilden will. Es weiß noch nicht, dass es sich um ein unregelmäßiges Verb handelt.
    

 
    

Des weiteren kombiniert das Kind erste Nebensätze mit Hauptsätzen mit Hilfe der Konjugationen "und", "aber", "oder", benutzt einige Präpositionen ("auf", "unter") richtig und baut Fragen richtig auf.

    Wenn das Kind mit 3 Jahren noch immer keine Wörter bildet und stattdessen immer wieder dieselben, unverständlichen Lautgebilde benutzt, ist die Sprachentwicklung ausgeblieben (Alalie). In diesem Fall muss spätestens jetzt logopädische Abklärung erfolgen!



Das Fragealter und der schnelle Wissenserwerb setzen sich fort und der Wortschatz des Kindes wächst stark. Es  Satzbaus benötigt,

Der Satzbau des Kindes wird auch bei komplexeren nebengeordneten Sätzen korrekter



. Des weiteren hat das Kind inzwischen eine gewisse Vorstellung von Zeit (gestern, heute, gleich, morgen) und will diese auch grammatikalisch mit Hilfe der Zeitformen ausdrücken, was ihm aber noch nicht zuverlässig gelingt.

 

   4 bis 6 Jahre

Am Ende dieses Zeitraums ist die Sprachentwicklung des Kindes im wesentlichen abgeschlossen. Es spricht also fließend, erzählt gerne und viel, kann telefonieren, von seinen Erlebnissen zusammenhängend und variierend berichten und Gehörtes nacherzählen. Es versteht alles Gesprochene aus seinem Lebensbereich, insgesamt etwa 23000 Wörter. Selbst benutzen kann es mit 4 Jahren ca. 1500, mit 6 Jahren bereits 5000 Wörter. Der Wortschatz entwickelt sich auch weiterhin.
Das Kind kann nun in komplexen Sätzen sprechen, die Zeitformen verwenden und auch über abstrakte Zusammenhänge reden.
Mit ca. 6 Jahren spricht das Kind grammatikalisch fehlerfrei. Einige grammatische Formen, wie etwa das Passiv ("Das Auto wurde gestohlen."), werden erst zwischen dem 7. und 9. Lebensjahr erworben.
Mit der Einschulung soll das Kind alle Laute und Lautverbindungen einschließlich der Zischlaute richtig verwenden können. Falls das Kind jetzt noch Schwierigkeiten mit dem s, sch oder ch hat (Zischlautstörung, sog. Lispeln), sollte es logopädisch behandelt werden.
    

 
    

    Liegen mit 4 Jahren noch gestörte Lautbildung (abgesehen vom Lispeln, das erst bis zum 6.Jahr verschwunden sein sollte), gestörte Grammatik, ein eingeschränkter Wortschatz und/ oder Sprachverständnis vor, sollten diese bald behandelt werden.
    Auffällig ist es ebenso, wenn das Kind noch in Babysprache redet oder eine Eigensprache verwendet, die Menschen außerhalb seines direkten Umfeldes nicht verstehen würden.
    Weitere vorkommende Störungen sind die Sprechverweigerung (Mutismus), das überhastete, undeutliche Sprechen (Poltern) und das Stottern.

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