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Kaum vorstellbar, dass vor etwas mehr als dreissig Jahren Computer noch ganze Zimmer füllten. In dieser Zeit begannen Pioniere wie Jean-Claude Gabus Hilfsmittel für Menschen mit Behinderungen zu entwickeln, um ihnen den Zugang zur Welt zu ermöglichen. Es war viel Enthusiasmus nötig und der Glaube daran, dass Dinge möglich sind, die sich die meisten noch gar nicht vorstellen konnten.
Heute hat sich die Technologie rasant entwickelt und fast alles ist möglich. Dadurch treten auch andere Fragestellungen in den Vordergrund:
Wo bleibt der Mensch im Ganzen? Was ist, wenn die Technologie auf einmal den Takt angibt? Werden wirklich die Bedürfnisse der Menschen ernst genommen oder müssen wir uns der Technologie anpassen?
Die Stiftung FST nimmt seit 30 Jahren die Anliegen von Menschen mit Behinderung ernst. Sie stellt sich den neuen Herausforderungen, setzt sich gegenüber Geldgebern für Menschen mit Behinderung ein und plant für die Zukunft.

 


Gross werden mit UK
Arne Maiwald – Hot-Speaker, unterstützt kommunizierender Referent in eigener Sache

 

Bei einem 30-Jahre Event der FST kommen natürlich auch Talker-Nutzer zu Wort. Für Zürich haben wir Arne Maiwald eingeladen. Er war einer der ersten HECTOR Nutzer vor über 20 Jahren. Zitat Arne von damals: „Dann wurde ich durch meine Beschäftigungstherapeutin nach Düsseldorf  eingeladen, wo Herr Gabus den Sprachcomputer (Hector) vorstellte. Ich durfte ihn ausprobieren, das war eine tolle Sache. Alles was ich geschrieben hatte, konnte ich abrufen und sprechen lassen, ich war im siebten Himmel. .... Nun programmierte ich alles ein, was ich so brauchte,
ging damit einkaufen auch telefonieren konnte ich damit. Es war sagenhaft, endlich reden zu können. .... Wenn ich die Geräte nicht gehabt hätte, weiss ich nicht, ob ich soweit gekommen wäre. Die Geräte haben mir sehr geholfen.“
Wie ist es Arne in der Zwischenzeit ergangen? Wie sieht sein Alltag als UK-Nutzer heute aus? Über seine persönlichen Erfahrungen und seinen Weg mit UK wird Arne in seiner Präsentation erzählen.

 


UK wird gross!
Paul Andres – Ergotherapeut & UK-Trend-Scout, PRD Deutschland / PRC USA

 

 

 

 

 


 

Die Präsentation startet mit einem Rückblick auf die letzten zwanzig Jahre in der Unterstützten Kommunikation.
Nicht nur die Technik der elektronischen Kommunikationshilfen hat sich in dieser Zeit verändert. Auch die Erwartungen an und von UK-Nutzern, an ihre Familien und an die UK-Experten unterliegen einem ständigen Wandel. Der Begriff «Unterstützten Kommunikation» wurde überhaupt erst vor wenigen Jahren ins Leben gerufen. Lange Zeit war das zugrunde liegende Konzept zunächst unbekannt. Sprachausgabegeräte spielten kaum eine Rolle und Menschen ohne Lautsprache wurden kaum wahrgenommen. Wie sieht es aber mit UK und Technologien heute und morgen aus?

Freuen wir uns auch auf einen gemeinsamen Ausblick mit Paul Andres auf Unterstützte Kommunikation
der Zukunft!
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Wie ist die FST entstanden?

In den 70er-Jahren begann Jean-Claude Gabus mit der Entwicklung von Geräten, die es Menschen mit einer Behinderung ermöglichen sollten, zu kommunizieren und ihnen das Leben zu erleichtern. Er war ein Pionier auf diesem Gebiet. Dieses Jahr feiern wir das 30-jährige Jubiläum. In diesen 30 Jahren haben wir viel erfahren und erlebt. Auch in Zukunft werden wir Menschen mit Behinderungen unterstützen, ihre Sprache, Autonomie und Selbständigkeit wiederzuerlangen. Im direkten Kontakt mit unseren Klienten kümmern sich heute 22 Spezialisten aus den Bereichen Pädagogik, Therapie, Technik, Informatik und einem Back-Office- Team um diese Anliegen.
Welche Form der Betreuung und Beratung bieten Sie?

Nach einer entsprechenden Anfrage, meist durch den Klienten, Angehörige oder Betreuungspersonen, folgt eine umfassende Bedarfsanalyse und eine sorgfältige Abklärung. Nicht nur die Behinderung selber, sondern auch das Alter und Geschlecht, die Perspektiven einer Behinderung, der berufliche Hintergrund, das Umfeld einer Person beeinflussen diesen Prozess. Nach der Versorgung mit den Geräten, dem Gebrauchstraining und den Instruktionen ist die anschliessende Begleitung vielfach eine lange Jahre dauernde Aufgabe. Gerade bei fortschreitenden Erkrankungen kann es häufig zu Anpassungen der Geräte kommen, sei es bei Hard- oder Software oder auch bei der Art der Bedienung. Wichtig ist auch, dass wir nicht nur die Benutzer schulen, sondern auch die Betreuungspersonen.
Wie genau sieht Ihre Mitwirkung als Ergotherapeut dabei aus?

Neben der grundsätzlichen Aufgabe der Versorgung, der Programmierung und Anpassung der Geräte kann ich meinen spezifischen Hintergrund oft in kleine aber wichtigen Details der Versorgung einsetzen. So achte ich darauf, wie der Klient sitzt, oft ja im Rollstuhl. Ist es ihm so überhaupt möglich, das Gerät anzusteuern? Ich beobachte sehr geduldig und versuche dann, dies in die Versorgung einfliessen zu lassen. Ich versuche, das Benutzen der Geräte so zu gestalten, dass vorhandene Funktionen erhalten oder gar gefördert werden können. Bei raschem Krankheitsverlauf kann die Ansteuerung eines Geräts bereits bei der Installation nicht mehr möglich sein und muss daher über die Augen gewählt werden.

 

 

 

 

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