private von Menschen mit einem Handicap

 

1

www.caro-schmid.de

Zitat

Ich bin 24 Jahre alt. Seit meiner Geburt bin ich schwerst mehrfach behindert. Ich habe eine spastische Tetraplegie.

Dies bedeutet, dass ich im Rollstuhl sitze, meine Arme und meine Beine nicht richtig bewegen kann und auch nicht sprechen kann.

Ich bin aber fit im Kopf. mit Hilfe einer Kopfsteuerung kann ich einen elektrischen Rollstuhl fahren. Ich arbeite seit Frühling 2010 mit einem ECO Talker. Das ist ein Kommunikationsgerät, mit dem man "sprechen" kann. Ich kann in das Gerät meinen Text eingeben und eine synthetische Stimme liest ihn dann vor. Der Talker funktioniert mit Augensteuerung, da ich ja mit meinen Händen nicht arbeiten kann, bzw. eine Maus bedienen könnte. Als nichtsprechender Mensch wurde ich früher oft unterschätzt. Viele glaubten, dass ich nichts verstehen würde, weil ich auch nicht sprechen konnte. Das war frustrierend für mich. Ich hatte so oft etwas zu sagen, konnte es aber nicht mitteilen. Meine Möglichkeiten, selbständig etwas zu unternehmen, sind auf Grund meiner Behinderung sehr gering. Deshalb bin ich froh, dass ich den Eco Talker habe.

Mit diesem Gerät habe ich ein großes Stück Selbständigkeit gewonnen. Ich kann mich artikulieren und somit meine Bedürfnisse und Wünsche äußern. Ohne Talker wäre dieses nur ganz schwer möglich. Früher war es immer wie Rätselraten, wenn ich etwas mitteilen wollte und meine Umwelt mich nicht verstehen konnte. Es war oft sehr frustrierend für mich. Ich lebe in einem ambulant betreuten Wohnen, zusammen mit 5 Mitbewohnern und es ist sehr wichtig für mich, dass ich meine Meinung äußern kann und mich an den Gesprächen beteiligen kann. Der Eco Talker hat mir viele Türen geöffnet.

Zum Beispiel kann der Talker über Bluetooth mit meinem PC gekoppelt werden. Ich kann somit meinen PC über den Talker bedienen.

Die Menschen um mich herum hatten oft nicht die nötige Geduld, sich mit mir zu befassen. Ich spiele sehr gerne Spiele am PC, ich schreibe Emails an meine Freunde und ich bin sehr gerne auf facebook unterwegs. Hier kann ich meine ganzen Freundschaften pflegen.

Es ist sehr schön, auf diese Weise Kontakt zu meinen Freunden und Bekannten halten zu können. Auch kann ich über den Talker auf mein Handy zugreifen und meine SMSen lesen und verwalten. Das ist eine tolle Sache und jeder weiß, wie wichtig für uns junge Leute der Umgang mit dem Handy ist. Die elektronische Kommunikationshilfe hat meine Lebensqualität enorm verbessert. Ohne sie wäre es sehr oft langweilig und deprimierend für mich. Ich finde es toll, dass es diese Technik für nichtsprechende Menschen gibt. Der Eco Talker ist ein sehr wichtiger Bestandteil in meinem Leben und er ist nicht mehr wegzudenken.

 

2

 

 


 Verlag Bastei Lübbe
 Autor Martin Pistorius
 Titel Als ich unsichtbar war
 Die Welt aus Sicht eines Jungen, der 11 Jahre als hirntod galt


Martin ist 12 Jahre als ihn eine rätselhafte Krankheit befällt
 Er verliert seine Sprache, die Kontrolle über seinen Körper, ist nach wenigen Monaten völlig hilflos. Die Aerzte sagen seinen Eltern, er werde für immer schwerstbehindert bleiben.
 Was niemand ahnt: Im Konkon seines Körpers verbirgt sich ein schrittweise erwachender Geist und eine zutiefst bewegende Seele.
 Martin Pistourius erzählt bewegend und absolut authentisch, was ihm in den elf Jahren der Hilflosigkeit am Leben erhalten hat."


 Zitat Sunday times: "Tief berührend und an manchen Stellen absolut schockierend - Wie Schmetterlinge und Taucherglocke, aber mit Happy End!"
 
Ich habe dieses Buch eben gelesen und es hat mich sehr berührt. Es ist eine bewegende Geschichte mit Happy ende die aber auch traurig macht, an manchen Stellen, wenn man lesen muss, wie mit dem Jungen umgegangen wurde von manchen Menschen, weil sie dachten, dass er nichts merkt. Das ist beschämend.
 

Was für eine Krankheit das war, weis sich nicht. Aber er verlor nach und nach alle Fähigkeiten, konnte sich weder gezielt bewegen, noch sprechen, war also völlig gefangen in sich und wohl auch eine Zeit in einer Art Wachkoma. Dann irgendwann begann er wieder alles um sich herum wahrzunehmen, aber er konnte sich nicht bemerkbar machen, das muss schrecklich gewesen sein für ihn.

Eine Therapeutin, die sehr warmherzig und ihren Patienten besonders zugewandt war, spürte die Veränderung und so begann ein sehr mühsamer Weg, an dessen Ende er sich nun per Computer verständigen kann. Er hat geschafft, was keiner geglaubt hätte.

der könnte seine rechte Hand wieder etwas bewegen und auch den Kopf, so dass er einen Schalter bedienen kann. Der Computer spricht dann für ihn. Ich stelle mir das so ähnlich vor wie bei Steven Hawking.


das Buch ist toll. Kann ich nur jeden empfehlen

Nach oben