NUR TEILWEISE GESCHEITERTE GEBURTSTAGSPLÄNE –
 
„PLAN C“ HAT FUNKTIONIERT!!!
 
STOLZ AUF MICH !
 
 
 
Am 14. Oktober 2018
 
 
 
 
 
Leider ist mein Geburtstag total anders verlaufen, als ich geplant hatte.
 
Alles war leider einfach nur Mist!  Mein Plan war nach Bottrop zu fahren, dort Rodelbahn zu fahren und zum Tethraeder zu steigen.  Ich hatte sogar geplant, dass ich frühmorgens mit dem Fahrrad nach Bottrop fahre.  Und zum Schluss wollte ich am Abend zum Trampolin in Essen Kray gehen, etwas was ich vorher noch nie erlebt habe.  Ich hatte mich so auf das ganze Programm gefreut.
 
 
 
Aber am Ende ist alles, wirklich alles ins Wasser gefallen, was nur ins Wasser fallen konnte!  Erstens hat mir meine Nase das Leben zur Hölle gemacht. Sie war tagelang zu und ich konnte kaum atmen.  Ich konnte die ganze Zeit kaum schlafen, heute zum Beispiel knapp eine Stunde. Erst gegen 6.00 Uhr frühmorgens war ich eingeschlafen, aber dann bin ich mehrmals plötzlich wach geworden wegen meiner beschissenen Nase und der Atmungsschwierigkeit.
 
 
 
Ich war zwar dann gegen 7.00 Uhr duschen, hatte gegessen, war aber dann verständlicherweise total schlapp. Ich konnte mich kaum auf die Beine halten, da ich tagelang kaum die Augen zugemacht hatte.
 
 
 
Darum bin ich endlich gegen 12.10 Uhr wieder ins Bett und wurde aber schon um 12.37 Uhr wieder wach.  Und dann stand auf einmal meine Mutter vor meiner eigenen Haustür.  Sie wusste nicht, dass ich Geburtstag habe, und sie war sehr verwundert, dass meine Wohnung sauber war.  Sie wollte mir eigentlich beim putzen helfen, aber ich hatte schon selber am Freitag und am Samstag geputzt und aufgeräumt.  Sie wollte dann einfach nur die Fenster reinigen, aber ich habe nein gesagt, weil ich nach draußen gehen wollte, so hat sie am Ende nur den Boden gereinigt und nach einer halben Stunde ist sie wieder gegangen.
 
 
 
Es war dann schon 14.20 Uhr und ich was am Überlegen, ob ich es noch schaffen konnte, nach Bottrop zu fahren und dann auch nach Neuss, wo ich heute wegen meines Geburtstags sogar kostenlos hätte Ski fahren können, aber ich musste noch essen, denn zumindest das Problem wollte ich hinter mich bringen.
 
 
 
Ich glaubte noch, ich könnte schnell mit dem Fahrrad losfahren zuerst nach Bottrop, zur Rodelbahn, zum Tethraeder und danach vielleicht sogar auch nach Neuss-Holzheim zum Ski fahren.
 
 
 
Aber dann kam etwas was mich sehr enttäuschte sauer werden ließ. Meine Nichte hatte mich per WhatsApp angemacht.  Das hat mich richtig wütend gemacht.  Mein Plan war gewesen, mit ihr, mit meinem Neffen mit meiner Schwester und mit meinem Betreuer nächsten Mittwoch nach Bottrop zu fahren und dort meinen Geburtstag nachzufeiern.  Aber sie können sich jetzt das ganze abschminken.  Ich habe alle sofort abgesagt, sorry, der Zug ist abgefahren.
 
 
 
Ich werde dafür am Mittwoch einfach mit meinem Betreuer Benjamin zum Kletterpark in Oberhausen fahren.  In so einem Park war ich noch nie und habe wirklich Bock so was zum ersten Mal zu probieren.  Bin schon sehr gespannt darauf!
 
 
 
Leider war dann mein Tag vollkommen im Eimer.  Ich schaffte von vorne bis hinten nicht meinen Plan zu erfüllen. Wäre ich auch um 16.00 mit dem Fahrrad nach Bottrop gefahren, wäre ich dann erst gegen 17.30 dort angekommen und mein Zug nach Neuss-Holzheim wäre schon um 18.05 gewesen.  Ich wäre dann erst um 20.10 in Neuss-Holzheim angekommen, aber dann sind da noch 2 Km zu laufen, um zum Ski-Center zu kommen, also bestenfalls 21 Uhr auf Schnee und schon um 22.00 raus, eigentlich schon um 21.30, die Ski-Piste verlassen!
 
 
 
Wirklich Scheiße, alles, was ich vorgehabt hatte, was dabei ins Wasser zu fallen.
 
 
 
„Scheißgeburtstag, eigentlich wie jedes Jahr!“.
 
hatte ich gedacht.
 
 
 
Aber dann habe ich nachgedacht und nachgedacht und habe mir gesagt: „Hallo Fikria, willst du so schnell aufgeben?!! Du hast dich so sehr auf den Tag gefreut1 lass dir jetzt nicht von der Nase und von der Enttäuschung kaputt machen!“.
 
 
 
So habe ich mich, noch während ich am Essen war, per Handy schlau gemacht ob es vielleicht einen schnelleren Fahrrad -Weg nach Bottrop gibt, aber dann habe ich genau berechnet und mir gesagt, dass ich es niemals im Leben vor 17.30 da gewesen wäre. Denn ja, ich wollte unbedingt mit dem Fahrrad dahin fahren.
 
 
 
Ich habe also dann mir die Zugverbindungen angeschaut, aber auch mit Zug hätte ich es nicht geschafft rechtzeitig in Bottrop zu sein, denn ich hätte dann auch auf einen Bus warten müssen.  Und Busse fahren am Wochenende sehr selten.  Ich hätte ganz sicher den 18.04 Zug nach Neuss-Holzheim verpasst.
 
 
 
Denn ja, ich wollte unbedingt an dem Abend auch Skifahren und wenn ich auch den Abstecher nach Bottrop gemacht hätte, hätte ich es von vorne bis hinten nie geschafft, dann rechtzeitig in Neuss-Holzheim zu sein.
 
 
 
Zuerst hatte ich überlegt, alle drei Sachen zu schaffen, nach Bottrop zu fahren, zum Tethraeder zu steigen und Rodelbahn zu fahren, die einander ja ganz in der Nähe sind und später auch mit dem Zug nach Neuss-Holzheim zu fahren zum Skifahren.
 
 
 
Aber dann habe ich bemerkt dass Rodelbahn und Tethraeder nur bis 19.00 auf haben, es hätte also nicht gelohnt.  So habe ich mir gesagt: „Komm, mach mindestens eine der drei Sachen, die dich so freuen, und zwar das Skifahren.
 
 
 
So habe ich nach langem Grubeln meinen Plan C“ erdacht und aktiviert, habe mich wieder im Internet schlau gemacht und haben einen tollen Zug um 16.51 gefunden, aber man musste 5 Mal umsteigen!!!  Und das beste noch um 18.51 Uhr hatte man null Minuten Umsteigezeit!!! Das stand zumindest im Internet, das hätte ich von vorne bis hinten nie geschafft.  Und noch schlimmer, wäre ich etwa in Lukaskrankenhaus Neuss stecken geblieben.  Und ein anderer Bus hätte eine Umsteigezeit gehabt von vier Minuten und ich wäre, wenn ich Glück gehabt hätte um 20 Uhr in Neuss-Holzheim Skihalle.
 
 
 
Aber zum Schluss habe ich nachgedacht und mir gesagt, dass ich einfach nach Neuss hätte fahren können und von Neuss bis Holzheim die 7 Kilometer mit meinem Fahrrad hätte fahren können.
 
 
 
Und das habe ich auch gemacht.
 
Wo ich mit meinem Essen fertig war, habe ich superschnell meine Skihose, meine Jacke eingepackt und bin mit dem Fahrrad zu Steele S-Bahn gefahren, habe dort den Zug nach Wuppertal-Vohwinkel genommen, ich bin um 17.28 in Wuppertal-Vohwinkel ausgestiegen.  ich bin zum Aufzuge gerann, der war aber sogar kaputt.  Ich habe mein Fahrrad auf den Treppen runter geschleppt und bin dann schnell zu Gleis 5 gerannt.  Um 18.18 bin ich in Neuss Hbf angekommen, habe sofort mein Handy-Navy angemacht und mir den 7 Km-Weg zur Ski-Halle zeigen lassen, da ich ja noch nie von neuss bis Holzheim mit dem Fahrrad gefahren war.  So war ich schon um 19.00 Uhr an der kasse und ich sie gefragt, ob ich tatsächlich an dem Tag kostenlos hätte Ski fahren dürfen, da in ihrer Webseite steht, dass Personen, die Geburtstag kostenlos Eintritt bekommen.
 
Und sie haben mir gesagt. „Ja, es stimmt! und sie haben mir sogar zum Geburtstag gratuliert!
 
 
 
Dann habe ich mir also die Skier ausgeliehen, dafür musste ich aber 21 Euro bezahlen, dann war ich sofort mit den Skiern in der Umkleidekabine und habe mich riesig gefreut, dass mein „Plan C“ funktioniert hatte.  Zumindest eine Sache, und auch eine für mich sehr schöne, hatte ich an diesem wichtigen Tag erfüllen können.
 
 
 
Dann war ich endlich Ski fahren, zuerst im Babybereich.  Das ganze Gelände war vollkommen leer.  aber im Babybereich habe ich nur eine runde gemacht, ich wollte unbedingt im Bereich für erfahrene Skiläufer sein.  Da bin ich in den ersten Runden sehr vorsichtig gefahren, denn ich war ja lange nicht mehr Ski gefahren. Aber dann bin ich immer sicherer und schneller gefahren.  Schade nur dass ich immer mehr Kälte an meinen Händen spürte, obwohl ich Handschuhe anhatte.
 
ich muss mir unbedingt bessere Handschuhe kaufen. Meine Hände waren arschkalt, als ich um 21.10 wieder aus der Piste gekommen und zur Umkleidekabine gegangen bin.  Ich hätte eigentlich bis 22.00 bleiben dürfen, aber der Zug kommt nur einmal in der Stunde, immer um Minute 45.  Ich wollte unbedingt den Zug um 21.45 bekommen, um nicht zu spät in der Nacht wieder zu Hause zu sein.  Ich musst ja auch wieder essen, darum bin ich ja schnell umgezogen und die Skischuhe ausgezogen. Und dann um 21.30 mit dem Fahrrad zum Bahnhof gefahren. Um 21.40 war ich schon am Gleis im Neuss-Holzheim Bahnhof, pünktlich um 21.45 kam dann der Zug. Ich war um 23.45 Uhr wieder zu Hause, mittlerweile war ich gute 20 Km Fahrrad gefahren, also bin ich an dem Tag nicht nur Skigefahren, sondern Fahrrad bin ich auch gefahren.  Ich war um 3.10 Uhr im Bett und um 3.30 Uhr bin ich endlich eingeschlafen.
 
 
 
Und so gegen 6.43 bin ich wieder ein aar mal wach geworden, bin zu WC gegangen, dann von 7.00 bis 8.00 Uhr wieder geschlafen.
 
 
 
Das war also mein Geburtstag.  ich bin alles in allem stolz auf mich, weil mein „Plan C“ richtig gut geklappt hat und der Abend am Schnee hat mir viel positive Energie geschenkt.
 
 
 
Es ist wirklich wahr, was mir mein Freund aus Italien gesagt hat.  „Wenn ich mir etwas in den Sinn stelle, dass führe ich es auch durch!“
 
 
 
 

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